Page 3 - Oberaargauer Zeitung - KW 10 - 2026
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DONNERSTAG, 5. MÄRZ 2026 SEITE 3
FORTSETZUNG
Innenentwicklung soll mit Ver-
nunft erfolgen: Verdichten ja,
aber nicht um jeden Preis, da- Mit spitzer Feder …
mit Lebensqualität, Grünräume
und Verkehrsbelastung erhal-
ten bleiben. Gleichzeitig wollen
wir die Regionen stärken und
Arbeitsplätze sowie die Grund-
versorgung auch ausserhalb der Die Büroküche
Zentren sichern, damit unsere
ländlichen Räume lebendig und als Sperrzone
attraktiv bleiben.
Die EDU setzt sich für faire Rah-
menbedingungen für Bauernfa-
milien und eine starke inländi- Die Waschküche ist in der Unkonventionelle liebt schräge
sche Produktion ein. Was sehen Schweiz eine Kampfzone. In sei- Fertigprodukte und nutzt Tas-
Sie als die grössten Herausfor- nem Buch «Der Waschküchen- sen als Teelichthalter. Der Total-
derungen an der Schnittstelle schlüssel» widmete sich bereits verweigerer meidet Küche und
von Landwirtschaft und Um- der Schweizer Schriftsteller Hugo Smalltalk und trinkt externen
weltschutz im Kanton Bern? Loetscher 1983 dem rigorosen Tee in eigene Tasse. Der Unver-
Die Balance zwischen Biodiver- System der Waschküchen. Nicht zichtbare ist derjenige, der Spül-
sität- und Gewässerschutz einer- besser sieht es in der Büroküche maschine, Müll, Kühlschrank etc.
seits und Produktionsdruck Bild: zVg aus: Aussen hui – hinter der Bü- zuverlässig managt– der gute
andererseits wird immer schwie- Klare Werte, starke Politik: Die Grossratsfraktion der EDU Kanton Bern (v.v.l.) roküchentüre pfui – das kennen Engel, der unverzichtbar für den
riger: Erträge, Preise und Aufla- Willy Schranz, Johann Ulrich Grädel, Samuel Kullmann, Barbara Maurer, Do- viele Unternehmen. Geschirr sta- Büro-Küchenfrieden ist.
gen steigen stetig. Gleichzei- minik Blatti, Bruno Martin und Katharina Baumann. pelt sich, Teebeutel und Essens-
tig werden Nahrungsmittel – im reste liegen im Abflusssieb der Doch wie lassen sich diese Miss-
Verhältnis zum Lohn – immer nötig aus. Auch die Landwirt- Welche Erwartungen und Wün- Spüle, Töpfe und Schüssel wer- stände und die Nachlässigkeiten
günstiger. Diese Entwicklung schaft steht vor grossen Heraus- sche hat die EDU für die Berner den benutzt und anschliessend der Kolleginnen und Kollegen
ist nur möglich durch Billigim- forderungen: Kontrollen und Grossratswahlen am 29. März – nicht vorgespült. Ausserdem vermeiden? Es ist ein äusserst
porte, die oft unter fragwürdigen Auflagen ohne Praxisbezug er- und mit wie vielen Sitzen rech- bleiben Besteck und Gläser un- schwieriges Unterfangen und
oder unwürdigen Produktions- schweren die Arbeit der Bauern. nen Sie? gewaschen in der Spüle liegen, ich beisse mir fast die Zähne da-
bedingungen hergestellt wer- Im Bereich Energie und Hei- Unser Ziel ist es, die bisherigen statt dafür den Besteckkorb zu ran aus. Übrigens – ich schreibe
den. Wir setzen uns dafür ein, zen treiben zu viele kantonale sieben Sitze sicher zu halten benutzen, vergammeltes Essen nicht über diese Zeitungsredak-
dass Schweizer Landwirtschaft Sonderwege die Kosten in die und – bei gutem Verlauf in den im Kühlschrank, etc. Am Abend tion. In der Praxis halten sich die
fair unterstützt, regionale Pro- Höhe. Gleichzeitig hemmt die Wahlkreisen – bis zu drei weite- ist manche Büroküche vollstän- meisten Mitarbeitenden aus An-
duktion gestärkt und nachhal- hohe administrative Belastung ren Sitzen zu gewinnen. So kön- dig verwahrlost und zum Sau- stand an die bürointernen Re-
tige Standards erhalten bleiben. unsere KMU sowie den Detail- nen wir unsere Arbeit mit kla- stall mutiert. geln – es ist nach wie vor eine
handel in ihrem Unternehmer- ren Werten und pragmatischen hartnäckige Minderheit, die die
Wie definieren Sie eine mass- tum und Wachstum. Im Bereich Lösungen fortsetzen. Entschei- Mit Büroküchen habe ich in mei- Teeküche im Chaos versinken
volle Zuwanderung aus Sicht der Sicherheit und Ordnung fehlt es dend sind am Ende oft nur we- ner bis jetzt über 30-jährigen Tä- lässt. Ich habe es mit Empathie,
EDU? an konsequentem Vorgehen bei nige Stimmen pro Wahlkreis tigkeit auf diversen Redaktio- Klarheit und Offenheit versucht:
Wir verstehen unter massvoller Gewalt und Drogen, während – deshalb zählt wirklich jede nen meine ganz persönlichen Ein charmanter Versuch war, per
Zuwanderung, dass sie sich an Jugendkriminalität die Sicher- Stimme. nervenaufreibenden Erfahrun- Aushang am Kühlschrank um
der Integrations- und Aufnah- heit der Bevölkerung gefährdet. gen gemacht. Büroküchen sind mehr Rücksichtnahme und Hy-
mekapazität orientieren muss Interview: Corinne Remund der reinste Mikrokosmos, die giene zu bitten. Hat gar nichts
– dazu gehören Wohnungen, In- Die Berufsbildung ist ein zent- das menschliche Zusammenle- geholfen! Der Kühlschrank war
frastruktur, Schulen, Gesund- rales Anliegen der EDU. Welche ben auf kleinsten Raum abbil- für ein paar Tage sauber, bis er
heitswesen und der Arbeits- Bedeutung hat sie für eine si- den – die Welt in einem Kaffee- dann wieder «zu leben» begann,
markt. Ebenso gehört dazu, chere und stabile Schweiz, und GROSSRATSWAHLEN 2026 löffel. Interessiert an Menschen ebenso die nass abgewischten
Integration konsequent einzu- wo sehen Sie die grössten Her- EDU nominiert und ihrem Verhalten in der Ge- Tische – sie glänzten kurz, bis
fordern: Sprache lernen, Arbeit ausforderungen? 148 Kandidierende meinschaft, habe ich in der Tee- man dann wieder an der Tisch-
aufnehmen und den Rechtsstaat Unser duales Berufsbildungssys- küche mit stillem Vergnügen platte kleben blieb. Fazit: Kolle-
sowie unsere Grundordnung re- tem gehört zum Erfolgsmodell Am 29. März wählt die berni- meine ganz eigenen psycholo- ginnen und Kollegen im Büro zu
spektieren. Missbrauch muss der Schweiz und ist ein zentra- sche Stimmbevölkerung das gischen Studien betrieben. Dies verändern oder gar zu erziehen
konsequent bekämpft werden, ler Stabilitätsanker der Schweiz. Parlament für die nächsten ganz nach dem Motto «sag mir, funktioniert nicht, weil die Gen Z
insbesondere bei Sozialleistun- Unsere Berufsbildung sorgt für vier Jahre. Von den 160 Mit- wo du deine benutzte Tasse hin- bei Lernprozessen weniger flexi-
gen und Asylverfahren. qualifizierte Fachkräfte, er- gliedern des Grossen Rates stellst, und ich sage dir, wer du bel ist und bei einigen Personen
treten 148 wieder an, dar-
leichtert die Integration in den unter auch alle sieben bis- bist». Nicht umsonst heisst es im über 30 Jahren treten Lernbarrie-
Ein weiteres Thema der EDU ist Arbeitsmarkt, bietet soziale Auf- herigen EDU-Mitglieder. Die Volksmund «Schützstein-Psycho- ren auf, die Professionalität oder
die Regulierung. Wo sehen Sie stiegschancen und stärkt unse- EDU schickt insgesamt 44 logie». Und sie trifft oftmals «den Weiterbildung behindern.
heute Überregulierung, und ren Werkplatz. Deshalb setzen Kandidatinnen und 104 Kan- Pudels Kern». Dabei bringen ei-
in welchen Bereichen besteht wir uns für genügend Lehrstel- didaten ins Rennen um einen nige Menschen Seiten hervor, die Also was tun? Strafkasse einfüh-
aus Ihrer Sicht noch dringender len ein, um unsere KMU zu stär- Grossratssitz. Gesamthaft man – da zum Teil rücksichtlos ren, Kamera aufbauen oder Kü-
Handlungsbedarf? ken. Ebenso wichtig ist die Be- sind es 2261 Bernerinnen und faul – eigentlich niemandem chendienst verhängen? Ich stehe
Es besteht Handlungsbedarf rufsattraktivität: Handwerk und und Berner, die sich einen bei der Arbeit zurechnen möchte. nicht als Nanny für Erwachsene
in mehreren Bereichen. In der Technik müssen anerkannt und Sitz im Grossen Rat ergattern zur Verfügung und biete keine
Bau- und Raumplanung brem- gefördert werden, statt junge möchten. Diese Typen trifft man praktisch Unterstützungsleistung in der Er-
sen lange Verfahren und zu viele Menschen einseitig unter Druck www.edu-be.ch in jeder Büroküche: Der Ignorant wachsenenbetreuung an. Gebo-
Detailvorschriften Projekte un- zur Akademisierung zu setzen. kümmert sich wenig, kocht Kaf- ren aus dem Motto «Einer für alle
fee, lächelt zufrieden. Der Pedant und alle für einen» habe ich ge-
räumt akribisch auf, meckert lernt, Ordnung zu halten, damit
25'000 Franken für regionale Schülerprojekte über Kleinigkeiten und Grenzen. die Gemeinschaft funktioniert.
Der Resignierte hält sich an Re-
Seit 50 Jahren meistere ich mein
geln, beteiligt sich aber ungern Inneres Committee, die E-Mail-
Freudentag für zwei Jugend- oft he world», nachleben. Mit während beim Langenthaler an Debatten. Der Geniesser be- Schlacht, die Küche, den Haus-
projekte im Oberaargau: mit je dem Ertrag aus dem Gala-Abend Stadtlauf 2025 zum Jubiläum nutzt viele Geschirrteile, wäscht putz und die Weltrettung – al-
12'500 Franken unterstützt der mit Kunst-Auktion im Hotel Bä- der 25. Austragung alle Kinder alles selbst und geniesst das Es- les im Buddy-System. Deshalb
KIWANIS Club Langenthal das ren werden jeweils Projekte für und Jugendliche zu einem sym- sen. Der Kommunikative lehnt ganz einfach: Wer mitzieht, be-
Kinderschloss Aarwangen und Kinder und Jugendliche aus der bolischen Startgeld von 5 Fran- sich an die Theke, redet unauf- kommt Anleitung – wer nur mit-
die Nachwuchsläufer/innen am Region unterstützt, die durch ken antreten konnten und die- hörlich und erzählt private De- schwimmt, muss sich selbst be-
Jubiläums-Stadtlauf vom ver- den Club im Voraus aufgrund ser Ausfall an Startgeldern nun tails. Der Egomane grapscht im helfen.
gangenen November. Das Geld eingegangener Gesuche ausge- durch die Spende von KIWANIS Obstkorb mit seinen Fettfingern
stammt aus dem Erlös der all- wählt werden. gedeckt wird. jede Weintraube an, um eine zu Herzlichst,
jährlichen Benefiz-Veranstal- Im Schloss Aarwangen wird finden, die noch knackig ist, tut Ihre Corinne Remund
tung, mit der die Kiwaner jeweils die speziell eingerichtete Ab- pd aber so, als ob nichts wäre. Der Verlagsredaktorin
ihrem Credo, «Save the children teilung für Kinder unterstützt,

