Page 1 - Oberaargauer Zeitung - KW 10 - 2026
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AARE ZEITUNG, Donnerstag, 5. März 2026  |  KW 10 |  17. Jahrgang  |  Inserate: 031 301 09 71  |  Redaktion: 031 301 09 72  |  info@oberaargauerzeitung.ch   |   www.oberaargauerzeitung.ch


                             SIMONE                                    MARIANNE                                 JULIA                                     SWISS FUR
                             WIETLISBACH                               BINDER                                   SCHOPP

                             Die Inhaberin und                         Die Aargauer Stände-                     Die Präsidentin von                       Der Pelz-Fachver-
                             Geschäftsführerin der                     rätin ist unsere neue                    Akustika Schweiz über                     band setzt Standards
                             ParaMediForm AG                           Kolumnistin. Sie                         Hörverlust und wie                        in Transparenz und
                             über den Wunsch                           schreibt über die                        gut die heutigen tech-                    Qualität und infor-
                             nach Leichtigkeit und                     Heirats strafe.                          nischen Möglichkeiten                     miert sachlich über
                             einen inneren Neu-                                                                 dagegen sind.                             die Pelzinitiative.
                             start.
                    SEITE 5                                  SEITE 11                                  SEITE 13                                 SEITE 15

                                            «Wirklich jede Stimme zählt!»




         Seit 2014 steht Johann Ulrich Grädel aus Huttwil für die EDU                                                                          beschleunigt, damit Unterneh-
         im Berner Grossen Rat und kämpft dort für klare Werte, Eigen-                                                                         mertum nicht durch Bürokratie
         verantwortung und konkrete Lösungen, die den Alltag der                                                                               ausgebremst wird.
         Menschen verbessern. Die EDU versteht sich als das Zünglein
         an der Waage, das wichtige Entscheidungen mitgestaltet und                                                                            Ein zentrales Anliegen der EDU
         Verantwortung übernimmt. Familie, Berufsbildung, sichere                                                                              ist der Ausbau der Wasserkraft.
         Energieversorgung und eine starke Landwirtschaft stehen da-                                                                           Können Sie erläutern, was die
         bei im Zentrum. Am 29. März zählt jede Stimme – nur so kann                                                                           EDU hier konkret fordert?
         die EDU ihre Arbeit fortsetzen und zusätzliche Sitze gewinnen.                                                                        Wasserkraft ist einheimisch,
                                                                                                                                               planbar und wintertauglich und
         Herr Grädel, Sie sitzen seit dem  kennen uns zu einer freiheitli-                                                                     bildet das Rückgrat einer siche-
         1. Juni 2014 für die EDU im Ber-  chen, demokratischen, rechts-                                                                       ren und bezahlbaren Energie-
         ner Grossen Rat. Welche Erfah-    staatlichen und unabhängigen                                                                        versorgung. Wir setzen uns da-
         rungen haben Sie bisher im Kan-   Schweiz, die auf christlichen                                                                       für  ein,  bestehenden  Anlagen
         tonsparlament gemacht?            Werten gründet.                                                                                     Vorrang bei Erneuerung und
         Es ist wichtig, dass die EDU im                                                                                                       Leistungssteigerung  zu  geben,
         Grossen Rat in Bern vertreten  Die EDU verpflichtet sich zu einer                                                                     Bewilligungsverfahren  zu  be-
         ist und wir aktiv mitbestimmen  Politik auf christlichen Wer-                                                                         schleunigen und verlässlich zu
         können. Unsere Partei ist dabei  ten. Wie «christlich» ist die Ber-                                                                   gestalten sowie klare gesetzli-
         oft das sprichwörtliche Zünglein  ner Kantonspolitik heute, und                                                                       che Rahmenbedingungen mit
         an der Waage. Während andere  wie bringen Sie Ihre christlichen                                                                       hoher Planungssicherheit zu
         lange reden und wenig sagen,  Werte mit der politischen Arbeit                                                                 Bild: zVg  schaffen. Die aktuellen Debat-
         bringen wir es auf den Punkt  in Einklang?                         Mit Verantwortung und Pragmatismus für Bern: Seit 14 Jahren vertritt Johann   ten rund um Kompromisse und
         und übernehmen Verantwor-         Unser Kanton ist politisch stark  Ulrich Grädel für den Oberaargau die EDU im Berner Grossen Rat.   Projektlisten zeigen deutlich: Es
         tung.                             säkular geprägt. Für die EDU be-                                                                    braucht Transparenz, faire In-
                                           deutet «christlich» jedoch nicht,  Energie geht es uns darum, Ver-  Der Kanton Bern gilt steuerlich  teressenabwägungen und eine
         Sie sind seit vielen Jahren poli-  anderen  etwas  aufzuzwingen,  sorgungssicherheit zu gewähr-      als  wenig wettbewerbsfähig.  frühzeitige Einbindung der be-
         tisch aktiv. Was hat Sie ur-      sondern Werte glaubwürdig und  leisten, eine realistische und  Die  EDU  setzt  sich  für  Entlas-  troffenen Regionen. Ohne Ak-
         sprünglich dazu bewogen, in die  konsequent zu leben: Wahrhaf-     bezahlbare Energiewende um-       tungen ein: Welche konkreten  zeptanz vor Ort lassen sich
         Politik zu gehen, und was faszi-  tigkeit, Verlässlichkeit und Res-  zusetzen und die Wasserkraft  Ideen  und  Vorschläge  verfolgt  wichtige Energieprojekte nicht
         niert Sie bis heute daran?        pekt, der Schutz des Lebens, die  gezielt zu stärken. Die Familie  Ihre Partei?                     nachhaltig umsetzen.
         Wer nicht mitgestaltet, wird ge-  Stärkung von Ehe und Familie  als tragende Säule unserer Ge-       Bei Steuern und Ausgaben set-
         staltet. Ich will Verantwortung  sowie Verantwortung gegenüber  sellschaft soll gestärkt werden,  zen wir  auf  die  Senkung  der  Welche Ziele verfolgt die EDU
         übernehmen – für weniger staat-   der Schöpfung und den Schwä-     Jugendschutz ernst genommen  kantonalen  Steueranlage, ge-         in der Raumplanungspolitik des
         liche Bevormundung, weniger  cheren – ohne dabei Leistungs-        und wirksame Prävention geför-    koppelt mit einem konsequen-     Kantons Bern?
         Bürokratie und mehr Eigenver-     bereitschaft und Eigenverant-    dert werden. Für die Landwirt-    ten Stopp von «Nice-to-ha-       In der Raumplanung und beim
         antwortung. Dafür stehe ich ein.  wortung auszublenden.            schaft fordern wir faire und ver-  ve»-Projekten. Priorität sollen  Schutz des Kulturlandes setzen
                                                                            lässliche Rahmenbedingungen  die Kernaufgaben haben, nicht  wir auf einen verantwortungs-
         Die EDU-Fraktion zählt der-       Wo setzt die EDU im Berner Kan-  sowie die Förderung der inlän-    Wunschprogramme. Gleichzei-      vollen Umgang mit unseren
         zeit sieben Mitglieder im Berner  tonsparlament ihre politischen  dischen Produktion und Versor-     tig wollen wir Familien gezielt  Ressourcen. Landwirtschafts-
         Grossen Rat, und alle kandidie-   Schwerpunkte?                    gungssicherheit. In der Raum-     stärken und steuerlich entlas-   flächen sind strategisch wert-
         ren erneut. Wie würden Sie die  In den Finanzen setzen wir auf  planung legen wir Wert auf  ten, bestehende  Heirats- und  voll, daher ist ein sparsamer
         EDU als Partei charakterisieren?  solide Haushaltsführung, einen  einen sorgfältigen Umgang mit  Familiennachteile konsequent  und haushälterischer Umgang
         Wir wollen das Beste für die Bür-  gezielten Mitteleinsatz und  unserem Boden, den Schutz  abbauen. Auch unsere KMU sol-              mit Boden zentral.
         gerinnen und Bürger, für unsere  eine nachhaltige Entlastung  wertvoller Kulturlandschaften  len entlastet werden: Gebühren
         Gemeinden, unseren Kanton  der Bürgerinnen und Bürger  und den Respekt vor privatem  und Formulare werden abge-
         und für die Schweiz. Wir be-      durch tiefere Steuern. Bei der  Eigentum.                          baut, Verfahren vereinfacht und               Fortsetzung Seite 3
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