Page 1 - Langenthaler Zeitung - KW 29 - 2021
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AAREZEITUNG, Dienstag 20. Juli 2021  |  KW 29  |  12. Jahrgang  |  Inserateannahme: 031 301 09 71  |  Redaktion: 031 301 09 72  |  info@langenthalerzeitung.ch   |   www.langenthalerzeitung.ch

                             WEITER­                                   MUSEUMS                                  BERND                                     IMMOBILIEN
                             BILDUNG                                   PARK                                     ACKERMANN

                             Höhere Bildung und                        Das Bernische His-                       Der Spitzenkoch lan-                      Der Verband der Im-
                             Bildungsfleiss zahlen                     torische Museum fei-                     ciert mit der Epilep-                     mobilienwirtschaft
                             sich auch im Porte-                       ert das Jubiläum des                     sie-Stiftung ein Koch-                    SVIT Schweiz sensi-
                             monnaie aus.                              Berner Münsters mit                      buch für Menschen                         bilisiert für die Anlie-
                                                                       einer grossen Mittel-                    mit einem Handicap.                       gen der Branche und
                                                                       alterwerkstatt im Mu-                                                              bringt sie vorwärts.
                                                                       seumspark.
                    SEITE 2                                   SEITE 5                                  SEITE 11                                 SEITE 13


                     Noch ein






                 steiler Weg







          Das Klettern ist als Randsport zum Breitensport herange-
          wachsen und hat in den letzten 25 Jahren ein stetiges Wachs-
          tum durchgemacht. Massgeblich dazu beigetragen haben die
          Kletterhallen. Die Pandemie hat die Branche allerdings arg
          durchgeschüttelt und fühlt sich von der Politik in Stich gelas-
          sen – die Unsicherheit bleibt.

          Künstliche  Kletterwände  sind  ten in die Städte. Das Klettern
          in der heutigen Zeit nicht mehr  ist nicht mehr nur für Bergler
          wegzudenken. Die weitere Ver-    und Freaks, sondern für alle –
          breitung der Sportart Sportklet-  jeder kann klettern!» Die mo-
          tern ist ungebrochen und der  dernen Infrastrukturen bieten
          Trend zum Klettern nach wie  Erlebnisse für Schulklassen und
          vor sehr gross. Dabei werden In-  Ausflügler, daneben gibt es pro-                                                            Bild: zVg
          door-Anlagen bevorzugt, da sie  fessionelle und standardisierte  Die Sportart und die Ansprüche an die Hallen haben sich verändert hin zur
          ein  von  Witterungseinflüssen  Ausbildungen, wie man die nö-     lichtdurchfluteten Grossanlage mit vielen bunten Griffen – Klettern soll vor al-
          unabhängiges Sport- und Frei-    tigen Fähigkeiten und Fertigkei-  lem Spass machen.
          zeitvergnügen sowie ein ziel-    ten für das gegenseitige Sichern
          orientiertes Training oder Wett-  erwirbt. Das Indoor-Klettern  – ist eine Form des Kletterns,  ben will.» Die meisten kommen
          kampfteilnahmen ermöglichen.  funktioniert ebenso als Wett-       bei der ohne Gurt und Seil in  wöchentlich in die Halle, die
          Simon Riediker, Präsident der  kampfsport bestens, da es unter  Absprunghöhe geklettert wird.  Profis trainieren täglich.
          IG Kletteranlagen, kennt sich  kontrollierten Rahmenbedin-        Genau darin liegt denn auch der
          in dieser sportlichen Welt des  gungen durchgeführt werden  besondere Reiz dieser Art des             In die nächste Generation
          Kletterns bestens aus. Er hat  kann. «Das Sportklettern ist  Kletterns: das Klettern an der                  investieren
          sein Hobby zum Beruf gemacht  olympisch und aufgeteilt in die  körperlichen  Leistungsgrenze  Die meisten Leute betreiben
          und betreibt seit sieben Jahren  Disziplinen Lead, Boulder und  und das Verschieben dersel-         das Indoor-Klettern als Hobby.
          selbst eine Kletteranlage in Win-  Speed», so Riediker. Diese «Pro-  ben nach oben. Viele neue Mit-  Dazu Riediker: «Klettern fordert
          terthur. Besonders fasziniert  fessionalisierung»  des  Sports  glieder der IG-Kletteranlagen  einen sehr ganzheitlich – so-
          ihn die Vielseitigkeit an seinem  widerspiegelt sich in der Inf-  sind Betreiber von Boulderan-     wohl auf der mentalen als auch
          Job, sei dies Organisation, Ko-  rastruktur: «Kletterhallen sind  lagen. Gemäss Riediker gibt  auf der psychischen Ebene. Eine                 Achtung!
          ordination, praktische Tätigkei-  Freizeitanlagen geworden. Man  es keine «typischen» Klette-       Rolle spielt auch der konditio-     Bargeld-Pelzankauf
          ten beim Routenbau oder die  trifft sich zum Training, tauscht  rer. «Die einen bevorzugen das  nelle Faktor.» Die modernen In-
          Arbeit am Empfang und im Bis-    sich aus und konsumiert. Zu-     Bouldern, die anderen das Klet-   frastrukturen bieten gute Mög-      Wir kaufen Pelzmäntel und -Jacken
                                                                                                                                                      und zahlen dafür bis zu
          tro. Was einst fürs Training für  dem werden Kurse und Events  tern am Seil. Die einen mögen  lichkeiten für Neueinsteiger: So              5000.– Franken in bar!
          draussen in der Felswand ge-     angeboten.»                      den sportlichen Challenge, für  gibt es zum Beispiel Selbstsi-      Des weiteren kaufen wir antike Möbel, Tafel­
          dacht war, hat sich in den letz-                                  andere steht mehr das gesell-     cherungsautomaten, mit denen      silber, Porzellan­ und Bronzefiguren, Schreib­
          ten Jahren zu einem trendigen  Besonders das Bouldern ist in  schaftlich im Vordergrund. Je-        man mit einer kurzen Einfüh-         und Nähmaschinen sowie Uhren und
          Breitensport entwickelt. Dazu  den letzten Jahren sehr beliebt  der Kletterer bestimmt selbst,  rung schnell Höhenluft schnup-         Schmuck jeglicher Art zu Höchstpreisen an.
          Riediker:  «Die  Kletteranlagen  geworden. Bouldern – auf Eng-    was ihm wichtig ist und wie am-   pern kann.                               Firma Klein seit 1974
          bringen den Sport zu den Leu-    lisch heisst «boulder» Felsblock  bitioniert er das Hobby betrei-              Fortsetzung Seite 3           Info: 076 718 14 08
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