Page 1 - Berner Nachrichten Zentrum Ost - KW 45 - 2025
P. 1

Zentrum Ost









            AARE ZEITUNG, Dienstag, 4. November 2025  |  KW 45  |  16. Jahrgang  |  Schwarztorstrasse 26  |  3007 Bern  |  Inserateannahme: 031 301 09 71  |  www.bernernachrichten.ch


                             JOHANN-UL-                                PHILIPP                                  AUSFLUG INS                               SIMONE
                             RICH GRÄDEL                               GUT                                      EMMENTAL                                  REGLI

                             Der Präsident von «Im                     Er moderiert die span-                   Die Mitglieder von                        Die Bernerin steckt
                             Memoriam 1653»                            nende Debatte zum                        PRO LIBERTATE ge-                         ganz viel Herzblut in
                             nimmt die Bauern-                         Thema EU-Schweiz im                      nossen einen Herbst-                      ihre Seifenmanufak-
                             kriege und ihre Aus-                      Talk «Schweiz im Fo-                     tag auf den Spuren                        tur und legt dabei viel
                             wirkung auf die direkte                   kus» mit Befürwortern                    von Jeremias Gotthelf                     Wert auf Nachhaltig-
                             Demokratie genauer                        und Gegnern.                             und Kambly.                               keit.
                             unter die Lupe.
                    SEITE 5                                   SEITE 7                                  SEITE 10                                 SEITE 15



          Advertorial
                  «Bei einem JA



          wäre unsere Unab-



               hängigkeit weg»




          Bernhard Emch, Geschäftsleiter der EMCH Aufzüge AG in Bern
          erklärt, welchen grossen Schaden die «Juso-Initiative» im Schwei-
          zer Unternehmertum anrichten würde. Sie führt dazu, dass das
          langfristige Denken eines Familienbetriebs verloren ginge und
          damit auch sämtliche Arbeitsplätze weg wären. Für den innova-
          tiven und weitsichtigen Unternehmer sind beim Klimaschutz alle
          gefordert – nicht nur ein paar Reiche. Zudem liegt für ihn die Lö-
          sung nicht im Umverteilen, sondern in Innovationen.

          Bernhard  Emch,  Ihre  Firma  der Platz oder die Entwicklungs-
          EMCH Aufzüge gibt es seit 145  möglichkeiten fehlen, könnte
          Jahren – ein echter Familienbe-  das Thema Steuern schon mit-
          trieb. Was bedeutet Ihnen diese  entscheiden.
          Tradition?
          Bernhard Emch: Unsere Wur-       Sie beteiligen Ihre Mitarbeiten-                                                          Bild: Swissmem  Diabetes – was nun ?
          zeln hier in Bern sind sehr wich-  den am Gewinn. Ziemlich unge-  Die beiden Brüder Bernhard Emch (links), Geschäftsleiter und Hansjürg Emch,   20 Beratungsstellen in Ihrer Region
          tig. Viele Mitarbeitende sind mit  wöhnlich.                      Präsident des Verwaltungsrates führen die EMCH Aufzüge AG in der vierten   diabetesschweiz
                                                                                                                                                    diabetesschweiz
          der Region verbunden. Gleich-    Weil es für uns selbstverständ-  Generation – mit Weitsicht, Innovation und starkem Bezug zu Bern und Region.   Information. Beratung. Prävention.
          zeitig sind wir heute schweiz-   lich ist. Wir reden oft von der                                                                       www.diabetesschweiz.ch / PC 80-9730-7
          weit und international tätig  «grossen Emch-Familie». Wenn  tigkeit. Unser Vermögen steckt  250. Wir stellen Spezialaufzüge
          – weltoffen, aber verwurzelt.  wir erfolgreich sind, teilen wir  im Unternehmen, es liegt nicht  her, keine Standardprodukte –
          Für mich ist das eine grosse  das mit allen, die dazu beitra-     auf einem Konto. Reich ist viel-  massgeschneidert, in Einzelfer-
          Verpflichtung: Wir wollen das  gen. Und in schwierigen Jahren  leicht, wer sich jedes Jahr eine  tigung und komplett hier produ-
          Unternehmen in die 5. Genera-    spüren wir dafür die Loyalität.  Jacht oder Villa kauft – das trifft  ziert.
          tion führen.                     Das ist Geben und Nehmen.        auf uns nicht zu.
                                                                                                              Wären  Sie  von  der  Juso-Initia-
          Sie sind in Bern geblieben – trotz  Die Juso will, dass Superreiche  Was umfasst dieses Firmenver-  tive betroffen?
          hoher Steuern.                   die Hälfte ihres Erbes abgeben.  mögen konkret?                    Ja. Wenn einer von uns Brü-
          Wir werden oft gefragt, warum  Bernhard Emch, sind Sie super-     Produktionshallen, Maschinen,  dern sterben würde, würde der
          wir nicht in einen steuergüns-   reich?                           Land, Patente, Markenrechte,  andere alle Aktien überneh-
          tigeren Kanton ziehen. Aber  Ganz klar nein. Die Juso ver-        Investitionen im Ausland. All  men – und wäre steuerpflich-
          der Aufwand, eine Produktion  wechselt Reichtum mit Ver-          das ist Vermögen, kein Luxus.  tig. In 10 bis 15 Jahren, bei
          zu verlagern, wäre riesig. Und  mögen. Mein Bruder und ich  Und das müssen wir jedes Jahr  einer Übergabe an die 5. Gene-
          wenn wir nur dank tiefer Steu-   haben die Firma 2002 über-       versteuern.                       ration, dürfte der Firmenwert so
          ern erfolgreich wären, wäre et-  nommen. Wir sind die 4. Ge-                                        hoch sein, dass die Juso-Steuer
          was falsch. Trotzdem spüren wir  neration in diesem Familienbe-   Wie gross ist die EMCH Aufzüge  auch bei zwei Aktionären grei-
          den Nachteil gegenüber Kon-      trieb. Was wir verdienen, geht in  AG heute?                       fen würde.
          kurrenten in günstigeren Kan-    die Firma zurück – in Gebäude,  In Bern arbeiten rund 180 Men-
          tonen. Sollte  uns irgendwann  Maschinen, Patente, Auslandtä-     schen, insgesamt sind wir etwa                 Fortsetzung Seite 3
   1   2   3   4   5   6