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Zentrum Ost









            AARE ZEITUNG, Dienstag, 7. November 2023  |  KW 45  |  14. Jahrgang  |  Schwarztorstrasse 26  |  3007 Bern  |  Inserateannahme: 031 301 09 71  |  www.bernernachrichten.ch


                             GERÜSTBAUER                                 AUDIKA                                       BÖÖRDS AG


                             Sie arbeiten in lufti-                      Hören und Verstehen                          Zwei Ostschweizer
                             ger Höhe bei Wind und                       sind untrennbar mitein-                      Jungunternehmer sind
                             Wetter an Orten, die für                    ander verbunden – des-                       auf Erfolgskurs mit
                             viele nicht zugänglich                      halb lassen Sie sich bei                     dem nachhaltigen Tü-
                             sind – ein Portrait.                        Hörproblemen von uns                         tenhüter und dem mul-
                                                                         beraten.                                     tifunktionalen Tuben-              zum 3,7 Millionen Kredit
                                                                                                                      schruberi.                          für den teuersten
                                                                                                                                                          Spielplatz der Welt

                    SEITE 7                                     SEITE 9                                     SEITE 14





                  «Völliger Unsinn


           und schade um jeden



                           Franken!»




          Am 19. November entscheidet die Stadtberner Stimmbevölke-
          rung über den Erwerb eines Grundstückes im Wert von rund
          4 Millionen Franken im Westen Berns. Auf dem Grundstück im
          Untermatt-Quartier soll ein Spielplatz errichtet werden. Ein
          bürgerliches Komitee hat das Referendum dagegen ergriffen.
          Janosch Weyermann, Berner SVP-Stadtrat, erklärt, weshalb
          sich Bern bei leeren Staatskassen den «teuersten Spielplatz der
          Welt» nicht leisten kann.

          Die Stadt Bern will das Grund-   der Stadtberner bezüglich dem
          stück an der Kreuzung Loos-      Grundstückkauf, respektive ge-
          listrasse/Untermattweg dem  planten Untermatt-Spielplatz?
          Apothekerkonzern Galencia für  Die  Unterschriftensammlung
          rund 4 Millionen Franken ab-     war ein regelrechter Selbstläu-                                                            Bild: pixabay
          kaufen.  Darüber stimmen  die  fer. Die Leute haben das Refe-     Bürgerliches Komitee wehrt sich gegen ein solches «teures Geschenk» der
          Stadtberner am 19. November  rendum praktisch von sich aus  verschuldeten Stadt Bern: Der Erwerb eines Grundstücks für den Bau eines
          ab. Sie haben mit einem über-    unterschrieben und oft noch  Spielplatzes im Westen Bern ist umstritten.
          parteilichen Komitee das Refe-   weitere Unterschriftenbogen
          rendum dagegen ergriffen. Wer  für ihr Umfeld bestellt. Dies  weitere Millionen lediglich  plätze, das naheliegende Frei-
          gehört diesem Komitee an?        zeigt uns, dass ein grosser Teil  einen Spielplatz zu realisieren.  bad Weyermannshaus oder den
          Janosch Weyermann: Das Ko-       der Stadtberner Stimmbevölke-    Das widerspricht übrigens auch  Bremgartenwald.
          mitee setzt sich aus Vertrete-   rung kein Verständnis mehr für  der städtischen Wohnstrategie,
          rinnen und Vertretern der SVP,  die ungebremsten Ausgaben der  welche verdichtetes Bauen und  Sie argumentieren, dieses Pro-
          GLP und der Mitte zusammen.  Stadt Bern hat.                      mehr Wohnraum vorsieht.           jekt ist komplett unnötig. Wieso
          Erfreulicherweise hat auch die                                                                      denn? Das Quartier ist geprägt
          FDP Stadt Bern mittlerweile die  Wieso sind Ihnen die Kosten von  Rot-Grün will darauf einen  von günstigem Wohnraum, ge-
          Nein-Parole zu dieser Vorlage  3,52 Millionen für das Grund-      Spielplatz errichten. Sie argu-   mischt mit Gewerbenutzung
          beschlossen. Die aus vier Par-   stück zu hoch?                   mentieren, dass die Untermatt  und die Wohnverhältnisse sind
          teien bestehende Allianz setzt  Der  Stadtberner  Gemeinde-       sehr kindereich sei und drin-     eng. Da eignet sich eine solche    Weitere spannende Artikel
          sich in finanzpolitischen Anlie-  rat sagt selber, dass es sich um  gend einen Spielplatz benötigt,  Fläche doch bestens als Quar-       lesen Sie auch online.
          gen immer häufiger zusammen,  ausserordentlich  hohe  Kos-        respektive einen Ort, an dem  tierplatz, Treffpunkt und Nah-
          um gegen die rot-grüne Über-     ten für einen Spiel- und Begeg-  sich alle Menschen willkommen  erholungszone?
          macht in der Stadt Bern anzu-    nungsplatz  handelt.  Dies  liegt  fühlen. Sie sehen das nicht so?  Das mag stimmen, jedoch wird
          kämpfen.                         vor allem daran, dass es sich  Dieses Argument lasse ich  sich in diesem Perimeter in den
                                           beim  entsprechenden  Grund-     nicht gelten, denn es gibt be-    kommenden Jahren sehr viel
          Wie schnell haben Sie die 1'500  stück um teures Bauland han-     reits heute verschiedene Spiel-  verändern.
          Unterschriften für das Referen-  delt. Bauland ist jedoch dafür  und Freizeitmöglichkeiten in
          dum gesammelt oder anders  da, um Wohnraum zu realisie-           diesem Perimeter. Im Quartier
          gefragt: Wie ist die Stimmung  ren und nicht, um darauf für  gibt es zum Beispiel zwei Spiel-                   Fortsetzung Seite 3
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